Das Problem den hohen Renditen

Mindestens 8 % sollten es schon sein, so so mancher Vertrieb den man befragt, wenn es darum geht welche Rendite dann ein Kapitalmarktprodukt aus dem Bereich des “grauen Kapitalmarktes” und/oder “Direktinvestments” dann ausweisen sollte. Genau das ist das Problem für die Initiatoren solcher Produkte, denn solche Renditen dann auch auf Dauer erzielen zu können ist unter heutigen Kapitalmarktbedingungen sehr schwierig. Liest man von solchen Renditen, dann fragt man sich natürlich immer “arbeitet da in jedem solchen Unternehmen ein Merlin ?”. Merlin gilt als bekanntester und größter “Zauberer” der letzten Jahrhunderte. Klar das es einen solchen “Merlin” natürlich nicht in jedem Unternehmen geben kann, und natürlich auch sind die 8 % ja nicht alles was man erwirtschaften muss.

Vertrieb will ja auch Provision haben und natürlich kostet der laufende Geschäftsbetrieb natürlich auch Geld was erwirtschaftet werden muss. Gehen wir bei der Provision mal davon aus das es hier um 10% geht plus noch einmal um die 10% für den laufenden Geschäftsbetrieb. Insgesamt kommen wir dann, bei einem Produkt mit 5 Jahren Laufzeit, auf eine mindestens zu erwirtschaftende Rendite von 20%. Wie soll das unter heutigen Marktbedingungen gehen? Selbst wenn das mal 1 Jahr funktioniert, aber 5 Jahre hintereinander aber kaum nachvollziehbar und dann auch nahezu nicht umsetzbar, da sind wir uns sicherlich alle Einig. Das ist aber auch das Problem, warum dann zu irgendeinem Zeitpunkt dann eine Kapitalanlage nicht mehr funktionieren kann. Dann steht eben nicht nur der Initiator am Pranger, sondern auch der Vertrieb, und der bekommt das dann deutlich zu spüren. Auf den Vertrieb konzentrieren sich in solchen Fällen dann auch erfahrungsgemäß auch immer mögliche Regressforderungen von sogenannten Anlegerschutzanwälten. Beim Initiator ist dann kaum noch was zu holen, wenn der dann in Insolvenz geht. Verliert der Vermittler dann eine solch eine Klage und muss an den Kunden Schadensersatz bezahlen, dann bedeutet das oft auch den Verlust seiner einer Existenz. Über 200 Vermittler die genau in diese Situation in den letzten 2 Jahren gekommen sind soll es nach Vermutungen aus der Branche geben. Vermutungen stützen sich auf Aussagen die uns gegenüber im letzten Oktober in einer Umfrage unter Finanzvertrieben gemacht wurden. Exakte Zahlen sind da kaum zu bekommen. Jeder sollte vorsichtig sein mit Produkten deren Rendite derzeit über 5% p.a. betragen soll. Kaum auf Dauer zu erwirtschaften. Je mehr Rendite je mehr Risiko, eine Erfahrung die man sicherlich so unterschreiben kann.

Einen Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.