Stefan Giesecke fpb AG und die FPB Holdings GmbH – 20 Millionen Verlust und 2 Millionen Gewinn. Wie geht das zusammen?

Stefan Giesecke zählen wir zum Umfeld der AFA AG und der Onesty Group, insofern interessiert uns natürlich, was Stefan Giesecke so noch in seinen Unternehmen, die uns bekannt sind, macht. Hier sind uns vor allem 2 Firmen ins Auge gefallen; die fpb AG und  die FPB Holdings GmbH. Beide Unternehmen muss man aber als Gesamtkomplex betrachten, denn hierzu heisst es in der Bilanz der FPB Holding: Die Gesellschaft hält eine 100%ige Beteiligung an der FPB AG, Köln, deren Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 EUR 2.590.288,22 (Vj: EUR 2.590.288,22) betrug. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2012 betrug EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00). Mit der FPB AG besteht seit dem 31. März 2010 ein Gewinnabführungsvertrag. Auf Grund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde im Geschäftsjahr 2012 eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungswertansatz in Höhe von EUR 20.659.793,92 auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zitat aus der Bilanz Ende. Whow Herr Giesecke, das muss man erst einmal sacken lassen, da schreibt ein Unternehmen, was mit Ihnen verbunden ist, einfach mal so 20 Millionen Euro ab. Ob das mit dem Ausstieg von Friends Provident aus dem Deutschen Markt zusammenhängt, wissen wir nicht. Trotzdem bleibt natürlich die Frage, wie sind die Verluste denn überhaupt in diesem dramatischen Umfang entstanden? Natürlich tauchen Sie als Person nicht direkt in der Holding auf, aber Sie tauchen als verantwortlicher Vorstand der AG auf. Die Holding hatte aber, als eine der wesentlichen Beteiligungen unseren Recherchen nach, genau dieses von Ihnen geführte Unternehmen.

Interessant ist dann auch noch eine Passage, aus der von der fpB AG hinterlegten Bilanz aus dem Jahre 2012. Zitat: Die Gesellschaft ist indirekte Tochtergesellschaft des britischen Lebensversicherers Friends Life Limited, der über seine Konzerngesellschaft Friends Provident International Lebensversicherungsprodukte in Deutschland anbietet. Anfang 2012 war Friends Life Limited zunächst einziger Produktpartner der Gesellschaft. Im Juli 2012 wurde eine Vertriebsvereinbarung mit dem liechtensteinischen Lebensversicherer PrismaLife unterzeichnet und sodann mit dem Vertrieb von Versicherungsprodukten der Sparte “Risiko” unter der Marke CARDEA.Life begonnen. Ziel ist es, diese Kooperation zu intensivieren. Wie in den Vorjahren erstreckte sich auch im Geschäftsjahr 2012 unsere Tätigkeit auf die Erarbeitung von Finanzkonzepten und den Vertrieb von Versicherungsprodukten für Friends Provident International. Schwerpunktmäßig haben wir uns mit der Vermittlung fondsgebundener Lebensversicherungen dieses Produktanbieters beschäftigt. Ab Juli wurde ein weiterer Schwerpunkt auf den Vertrieb von Versicherungsprodukten unter der Marke CARDEA.Life gelegt. Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft in 2012 war zufriedenstellend. Nach einem guten Start in das Geschäftsjahr litt das operative Geschäft gerade in den Sommermonaten unter der europäischen Schuldenkrise und den starken Einbrüchen des fondsgebundenen Lebensversicherungsgeschäfts in Deutschland. Trotz dieser Faktoren konnte in der zweiten Jahreshälfte das Geschäftsvolumen im Rahmen der Erwartungen gesteigert werden und die Gesellschaft konnte insbesondere ihre sehr hohen Umsatzziele für die letzten beiden Monate des Jahres übertreffen. Zitat Ende

Interessant in diesem Zusammenhang ist aber noch nachfolgende Veränderungsmeldung im Unternehmensregister: HRB 59074: fpb AG, Köln, Ettore-Bugatti-Str. 6-14, 51149 Köln. Der mit der FPB HoldingsGmbH mit Sitz in München (Amtsgericht München, HRB 182737) am 26.03./31.03.2010 abgeschlossene Gewinnabführungsvertrag ist durch Kündigung vom 13.11.2014 zum zum 31.12.2014 aufgehoben. Als nicht eingetragen wird bekannt gemacht: Den Gläubigern der Gesellschaft, deren Forderungen begründet worden sind, bevor die Eintragung der Beendigung des Vertrages in das Handelsregister nach § 10 HGB als bekanntgemacht gilt, ist vom anderen Vertragsteil Sicherheit zu leisten, wenn sie sich binnen sechs Monaten nach der Bekanntmachung zu diesem Zweck bei ihm melden. Auf dem Markt weiss dies, so wie wir gehört haben, kaum jemand.

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